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Berlakovich: Österreich ist bei Ländlicher Entwicklung EU-weit Vorbild

Halbzeitbilanz bei der 6. Sitzung des Begleitausschusses.
© DI Krichbaumer
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"Das EU-Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raumes ist ein zentrales Element der österreichischen Agrarpolitik. Es verbessert die Wettbewerbsfähigkeit und Einkommenssituation unserer Bäuerinnen und Bauern und trägt zur Aufrechterhaltung der Landwirtschaft in benachteiligten Gebieten bei. Wichtig ist, dass dadurch auch die Bewirtschaftungsintensität vermindert wird, was wesentlich zum Schutz unserer Umwelt, des Klimas und der Kulturlandschaft beiträgt." Das erklärte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der 6. Sitzung des Begleitausschusses zum Programm Ländliche Entwicklung (LE), die heute und morgen in Wien stattfindet und bei der die Ergebnisse einer Halbzeitevaluierung der LE-Maßnahmen diskutiert werden.

Zentraler Bestandteil dieser Bewertung ist eine kürzlich präsentierte Studie des Wirtschaftsforschungs-Instituts (WIFO), in der die Auswirkungen der Agrarzahlungen für die heimische Landwirtschaft und Wirtschaft aufgezeigt werden. Sie bestätigt, dass die Ausgleichsleistungen in erster Linie den kleinen bäuerlichen Betrieben zugute kommen und diese Mittel den ländlichen Raum überhaupt erst überlebensfähig machen. Außerdem wird deutlich, dass die gesamte Wirtschaft indirekt von den Programmen profitiert, auch wenn sie sich in erster Linie an die Landwirtschaft richten. Die Ländliche Entwicklung trägt somit insgesamt zu Wachstum und Beschäftigung bei.

"Zusätzlich hat die Halbzeitevaluierung ergeben, dass der Zuspruch zu den Agrarumwelt- und Tierschutzmaßnahmen seitens der Landwirtschaft hoch ist. Dadurch können diese Betriebe ihren Beitrag zu Ökosystemleistungen erbringen, die nicht über den Markt abgegolten werden. Sie schaffen etwa Lebens- und Erholungsräume, garantieren die Sicherheit unserer Lebensmittel, erhalten die Infrastrukturen im ländlichen Raum und schützen das Klima", teilte Minister Berlakovich mit.

Im Begleitausschuss sind neben Ministerien, Ländern und Sozialpartnern unter anderem der Umweltdachverband, das Ökobüro, die Bio- und die Bergbauern, die Nationalparke und lokale Aktionsgruppen aus dem Bereich Leader vertreten. Insgesamt stehen für die gesamte Programmperiode 2007 bis 2013 über EUR 8 Mrd. von EU, Bund und Ländern zur Verfügung. Drei Viertel davon werden in Umweltmaßnahmen der Landwirtschaft investiert, mit den restlichen Mitteln werden Betriebe in Bergregionen unterstützt.
20.01.2011
Autor:Redaktion
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