Der Druck der Bio-Bauern auf ihren ehemaligen Vermarktungspartner BQG sowie auf ihre Verbände steigt. Denn die bisher zugesagten und im Vergleich zu anderen Vermarktungspartnern ohnehin nur mickrigen Nachzahlungen aus der Ernte 2010 bleiben noch immer aus und die Bio Austria Verbände Niederösterreich/Wien und Burgenland haben durch den Ausstieg aus der BQG im Sommer 2011 ihre Kontroll- und Mitspracherechte aus der Hand gegeben. Markus Wandl, Waldviertler Biobauer der ersten Stunde, bestätigt gegenüber aiz.info ebenfalls, dass die Mehrheit der Biobauern aus der Vermarktung der Ernte 2010 über die BQG noch immer nicht das zugesagte Geld gesehen hat. Nun scheint es zu reichen, denn der seit 20 Jahren biologisch wirtschaftende Landwirt mit der Mitgliedsnummer 345 im Bio Austria Verband Niederösterreich/Wien fordert nun mit Nachdruck "ein Nachdenken im Verband, wie die niederösterreichischen Bio-Bauern dazu motiviert werden können, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Denn die Stärke von uns Bio-Bauern war immer der Zusammenhalt." Nunmehr müsse die Basis der Bio-Bauern "aufgeklärt und sensibilisiert werden, den Verband selbst zu reinigen".
Der "Fehler" der Verbandsführung "ist es gewesen, dass der Verband durch den Anteilsverkauf an der BQG seine Kontrollrechte und -pflichten sowie jegliche Einflussmöglichkeit aus der Hand gegeben hat". Die geforderte Selbstreinigung im Verband müsse "von innen kommen" und die Bio-Bauern müssten ihre Angelegenheiten selber richten. Tatsächlich scheint der Zusammenhalt im Landesverband Bio Austria Niederösterreich/Wien nicht mehr so zu herrschen wie früher. Dem Vernehmen nach traten in jüngster Vergangenheit zahlreiche Mitglieder aus Verärgerung über die Missstände in den Vermarktungseinrichtungen unter Verbandseinfluss sowie wegen der nicht wahrgenommenen Kontrolle und wegen der dadurch eingetretenen finanziellen Schäden aus.
Offensichtlich wird auch innerhalb der Verbandsführung der Druck auf den Obmann und Verantwortlichen für die Abgabe der BQG-Anteile, Karl Erlach, immer stärker. Aus einem aiz.info vorliegenden Protokoll der Vorstandssitzung von Bio Austria Niederösterreich/Wien am 10.08.2011 geht hervor, dass der Vorstand Erlach die Zusage abforderte, 2012 nicht mehr als Obmann des Landesverbandes zu kandidieren. Weiters legte man sich auf ehebaldige Neuwahlen 2012, ein mindestens Vier-Augen-Prinzip bei Getreideagenden sowie drauf fest, dass der Obmann und sein Stellvertreter bis zu einer entsprechenden Statutenänderung von sich aus auf weitere Eigentumsgeschäfte ohne Vorstandsbeschluss verzichten.
Der "Fehler" der Verbandsführung "ist es gewesen, dass der Verband durch den Anteilsverkauf an der BQG seine Kontrollrechte und -pflichten sowie jegliche Einflussmöglichkeit aus der Hand gegeben hat". Die geforderte Selbstreinigung im Verband müsse "von innen kommen" und die Bio-Bauern müssten ihre Angelegenheiten selber richten. Tatsächlich scheint der Zusammenhalt im Landesverband Bio Austria Niederösterreich/Wien nicht mehr so zu herrschen wie früher. Dem Vernehmen nach traten in jüngster Vergangenheit zahlreiche Mitglieder aus Verärgerung über die Missstände in den Vermarktungseinrichtungen unter Verbandseinfluss sowie wegen der nicht wahrgenommenen Kontrolle und wegen der dadurch eingetretenen finanziellen Schäden aus.
Offensichtlich wird auch innerhalb der Verbandsführung der Druck auf den Obmann und Verantwortlichen für die Abgabe der BQG-Anteile, Karl Erlach, immer stärker. Aus einem aiz.info vorliegenden Protokoll der Vorstandssitzung von Bio Austria Niederösterreich/Wien am 10.08.2011 geht hervor, dass der Vorstand Erlach die Zusage abforderte, 2012 nicht mehr als Obmann des Landesverbandes zu kandidieren. Weiters legte man sich auf ehebaldige Neuwahlen 2012, ein mindestens Vier-Augen-Prinzip bei Getreideagenden sowie drauf fest, dass der Obmann und sein Stellvertreter bis zu einer entsprechenden Statutenänderung von sich aus auf weitere Eigentumsgeschäfte ohne Vorstandsbeschluss verzichten.