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Erste Gartenarbeiten im Frühling

Sobald der Boden abgetrocknet ist, das heißt es bleibt keine Erde mehr auf den Schuhen kleben, kann mit den ersten Arbeiten im Gemüsegarten, aber auch bei den Staudenbeeten begonnen werden.
Küchenschellen als erste Frühlingsboten.
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Küchenschellen als erste Frühlingsboten.
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Die Winterabdeckung der Staudenbeete wird entfernt, außer bei frostempfindlichen Pflanzen. Eventuell vorhandenes Unkraut entfernen – nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Stauden zurückschneiden und kranke Pflanzenteile entfernen. Ältere Pflanzen, die im Vorjahr nicht mehr so üppig geblüht haben, können geteilt werden. Sowohl Blütenhecken als auch Staudenbeete freuen sich über eine Schicht Kompost. Dieser sollte leicht eingearbeitet werden.

Als Alternative kann auch ein biologischer Dünger, gemischt mit etwas Erde, aufgebracht werden. Achten Sie dabei auf die ersten „Schleimspuren“ von Nacktschnecken und setzen Sie entsprechende Maßnahmen (Absammeln, biologisches Schneckenkorn).

Hohe Gräser, die über den Winter stehengelassen wurden, werden jetzt auf 10 cm über dem Boden zurückgeschnitten, noch ehe die neuen Blätter austreiben. Lavendel jetzt um ein Drittel zurückschneiden, jedoch nur junge Triebe kürzen. Alte Stöcke können auch tiefer zurückgeschnitten werden, dadurch kann man sie wieder wunderbar in Form bringen, allerdings leidet in diesem Jahr die Blüte. Den Rasen mit dem Eisenbesen von Laub befreien, dabei geht oft auch schon viel „Rasenfilz“ mit. Vertikutieren und bei Bedarf Aerifizieren und Einsanden von Quarzsand sollte frühestens nach dem zweiten Schnitt erfolgen. Eine Frühjahrsdüngung sorgt für die notwendige Nährstoffzufuhr.

Schneiden der Rosen

Das Frühjahr ist sicherlich der richtige Zeitpunkt für einen Rosenschnitt – „wenn die Forsythien blühen“ gilt so als Faustregel. Bodendeckerrosen benötigen nicht jedes Jahr einen Rückschnitt. Hier reicht es, alle vier bis fünf Jahre einen „ordentlichen“ Schnitt (auf 30 cm, geht auch super mit der Heckenschere) durchzuführen. Öfter blühende (remontierende) Kletterrosen blühen am „alten“ und „neuen“ Holz. Hier sollten alle Triebe, die älter als sechs Jahre sind, am Boden abgeschnitten werden. Einmal blühende Kletterrosen werden nach der Blüte geschnitten.

Bei den Edelrosen und Beetrosen vor dem Schnitt die über den Winter angehäufelte Erde glattrechen. Alte und kranke Zweige schneiden Sie bodennah ab, erfrorene Zweige nehmen Sie bis auf grüne Holzpartien zurück. Alle anderen Äste der Beet- und Edelrosen werden auf 20 bis 30 cm eingekürzt, dabei sollte nach Möglichkeit die oberste Knospe nach außen zeigen.

Die zierlicheren Zwergrosen können Sie sogar auf 10 bis 15 cm über dem Boden zurückschneiden.

Arbeiten im Gemüsegarten

Der erste Schritt ist sicher die Bodenvorbereitung, lockern (nicht umgraben), am besten mit der Grabgabel, so kann auch die abgefrorene Gründüngung eingearbeitet werden, Abrechen und Beete einteilen. Bevor die ersten Pflanzen (Salat, Kohlrabi, Radieschen, Erbsen, Karotten, Steckzwiebel) in den Boden kommen, sollte dieser für ein paar Tage „absitzen“. Oberflächliches Einarbeiten von Kompost sorgt für eine grundlegende Nährstoffversorgung, besonders hungrige Kulturen (Starkzehrer) bekommen dann noch zusätzliche Nahrung (Biodünger fest oder flüssig). Eine Abdeckung mit Vlies schützt die jungen Kulturen vor starkem Frost.

Apfel, Birne & Co

Wurzelnackte Obstbäume und Beerensträucher können auch im Frühjahr gepflanzt werden, achten sie auf eine gute Bodenvorbereitung (tiefgründiges Lockern, Kompost, Biodünger), gönnen sie Ihrem Obstbaum einen Pflanzstab als Stütze für die ersten Jahre und falls es Wühlmäuse gibt pflanzen Sie in einen ausreichend großen Drahtkorb. Achtung: Die Veredelungsstelle sollte eine Handbreit über der Erdoberfläche zu liegen kommen.

Zwiebelpflanzen düngen

Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, die jetzt in rasanter Geschwindigkeit ihre ersten grünen Spitzen aus dem Boden recken, sollten jetzt gedüngt werden, um auch im nächsten Jahr hübsch und kräftig blühende Pflanzen im Garten zu haben. Entweder mit Kompost oder einem Biodünger. Verblühte Teile können entfernt werden, das „Kraut“ – die Blätter – bitte stehen lassen. Sie sammeln noch Energie, lagern diese in die Knolle/Zwiebel ein und ziehen später von selbst ein.
29.03.2012
Autor:Dipl.-Ing. Gabriele Schrott-Moser, LK Kärnten
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