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Feldgemüseanbauerhebung 2010: Weniger aber dafür größere Betriebe

Auch im Gartenbau weniger Fläche und Betriebe seit 2004.
Die Feldgemüsebauerhebung der Statistik Austria hat mit Stichtag 31.10.2010 einen Rückgang um 2,8% auf 1.962 Betriebe gegenüber dem Jahr 2004 ergeben. Im Gegensatz dazu stieg die Anbaufläche um 15,2% auf 11.406 ha. Mit 7.166 ha (+13,9%) lag mehr als die Hälfte davon in Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich (1.306 ha; +28,9%) und dem Burgenland (1.206 ha; +14,8%). Zuwächse gab es auch in Kärnten (+33,8%), Salzburg (+30,5), Tirol (+35,7%) und Wien (+34,3%), während die Steiermark (-7,9%) und Vorarlberg (-18,9%) Flächenabgänge verzeichneten.

Feldgemüse im Freiland gibt es vor allem in Niederösterreich (7.161 ha), Oberösterreich (1.298 ha) und dem Burgenland (1.157 ha). Gegenüber 2004 vergrößerte sich diese Fläche um 15,6% auf 11.296 ha. Unter Glas und Folie wurde Gemüse 2010 auf insgesamt 110 ha gepflanzt, um 17% weniger als 2004. Rund 80% davon liegen im Burgenland (49 ha; -34,1%) und der Steiermark (37 ha; -10,4%). In den übrigen Bundesländern spielt diese Art des Anbaus nur eine untergeordnete Rolle.

Der Trend zu größeren Anbauflächen beruht vor allem auf der steigenden Zahl an Betrieben, die zwischen drei und unter fünf ha (+45) sowie mehr als fünf ha (+38) bewirtschaften. Sie bestellen damit 92% der gesamten Feldgemüseanbaufläche Österreichs (+19,0%).

Bei den Gemüsearten nahmen 2010 Zwiebeln (2.735 ha; 21,7%) den Spitzenplatz ein, gefolgt von "übrigen Gemüsearten" (zum Beispiel Speisekürbis, Zuckermais; 1.898 ha; 15,1%), Karotten (1.525 ha; 12,1%) und Grünerbsen (1.316 ha; 10,4%). Im Vertragsanbau wurden Grünerbsen wiederum am häufigsten (807 ha) ausgepflanzt, gefolgt von den "übrigen Gemüsearten" (401 ha), Karotten (281 ha) und Fisolen (265 ha).

Auch im Gartenbau weniger Fläche und Betriebe seit 2004

Die gärtnerische Nutzfläche in Österreich betrug am 31.10.2010 2.144 ha, um 1,3% (27 ha) weniger als 2004. Gleichzeitig sank auch die Anzahl der Betriebe (-2,1% auf 1.414). Im Bundesländervergleich besitzt Oberösterreich mit 27,2% (584 ha) vor Niederösterreich (24%, 516 ha) und Wien (17,9%, 384 ha) die größten Flächenanteile. Während im Burgenland (+54 ha), in Oberösterreich (+84 ha) und der Steiermark (+119 ha) die gärtnerische Fläche zunahm, gingen sie in allen anderen Bundesländern zurück.
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Erweiterung der Glashausflächen, Rückgang im Freiland

Eine beachtliche Zunahme von 20% wurde bei der Fläche unter Glas und Folie verzeichnet. Während Burgenland (+76 ha), Niederösterreich (+14 ha), Steiermark (+9 ha) und Wien (+5 ha) Zuwächse notierten, mussten in Kärnten (-3 ha), Oberösterreich (-2 ha), Salzburg (-3 ha), Tirol (-7 ha) und Vorarlberg (-1 ha) Rückgänge bei den Glashausflächen hingenommen werden. Im Gegenzug reduzierte sich die Freilandfläche um 6,5%. Vor allem im Burgenland und Wien war das Minus mit 42,4% (-22 ha) beziehungsweise 48,9% (-190 ha) überdeutlich. Indessen gab es in Oberösterreich und der Steiermark einen Flächenzuwachs von 18,3% (+86 ha) beziehungsweise 65,7% (+110 ha).

Bezogen auf die gärtnerische Nutzfläche präsentierte sich der Gartenbau auch 2010 nach wie vor klein strukturiert, obwohl die Anzahl der Betriebe mit einer Fläche unter 1 ha um 6,3% abnahm (2010: 986; 2004: 1.052). Die stärksten Zuwächse wurden in der Größenordnung ein bis unter zwei ha (+10,8%) sowie drei bis unter fünf ha (+43,2%) verzeichnet, während die Zahl der Betriebe unter 0,5 ha mit -14,3% die stärkste Abnahme aufwies.

Wie schon 2004 hatten die meisten Betriebe (730) "Blumen und Zierpflanzen" als Hauptprodukte, 399 hatten sich auf "Gemüse" spezialisiert, während 285 weitere als "Baumschulen" firmierten.
16.02.2012
Autor:Redaktion
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