Insgesamt 589.600 Tonnen Feld- und Gartenbaugemüse wurden heuer in Österreich geerntet. Ein Ergebnis das 1% unter dem des Vorjahres liegt, aber 7% über dem Fünfjahresdurchschnitt. Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse ging aufgrund witterungsbedingter Ernteverluste deutlich zurück (-7%). Auch bei Fruchtgemüse wurde weniger geerntet (-4%), was auf eine Reduktion der Anbaufläche zurückzuführen ist. Die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten hingegen konnte gegenüber dem Vorjahr zulegen (+4%), berichtet Statistik Austria.
Gemüseproduktion 2010 mit 590.000 t fast auf Vorjahresniveau
Weniger Frucht- und Blattgemüse, mehr Zwiebeln.
Gurkengärtner Alfred Wallner liefert seine erntefrischen Produkte an die LGV-Frischgemüse. © LGV Frischgemüse |
Um 4% weniger Fruchtgemüse
Die Fruchtgemüseernte belief sich auf 126.000 t (-4%). Bei Zuckermais wurde die Vertragsanbaufläche in NÖ stark reduziert, wodurch bundesweit auf nur mehr 580 ha (-32%) 9.700 t Zuckermais geerntet wurden (-31%). Tomaten hingegen, die über ein Drittel der Fruchtgemüseerzeugung ausmachten, erfuhren eine leichte Flächenausweitung (+2%) und brachten eine Ernte von 44.200 t (+7%). Bei Gurken ging die Fläche um 4% zurück, die Erntemenge lag mit 40.900 t 1% unter dem Vorjahr. Während bei Einlegegurken um 11% weniger Anbaufläche zur Verfügung stand und die Produktion um 20% auf 12.000 t zurückfiel, gewannen die Wiener Glashausgurken durch weitere Umstellung auf Mehrsatzanbau erneut 14% an Fläche, womit bei Gurken aus geschütztem Anbau gegenüber dem Vorjahr ein Ernteplus von 13% auf 26.300 t erzielt wurde. Witterungsbedingte Ertragsrückgänge verursachten bei Paprika ein Minus von 18% auf 14.400 t. Bei Speisekürbis wurde zwar erneut eine Flächenzunahme von 22% verzeichnet, dennoch blieb die Produktion mit 10.800 t nahezu auf Vorjahresniveau (-1%).
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Ungünstige Witterungsbedingungen für Kohl-, Blatt-, und Stängelgemüse
Bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse wirkten sich das zu kühle und niederschlagsreiche Frühjahr sowie der feuchte Herbst besonders ungünstig aus. Die Produktion sank infolgedessen um 7% auf 162.000 t. Die Salaternte erreichte nur 47.600 t (-14%) und fiel damit auf den tiefsten Wert seit 1999 (-18% zum Fünfjahresschnitt). Bei Kraut hingegen wurde eine durchschnittliche Ernte von 57.600 t (+1%) verzeichnet, bei Chinakohl waren es 26.000 t (-2%). Die Spinatfläche erhöhte sich um 11%, dennoch fiel aufgrund des ungünstigen Herbstwetters die Erntemenge um 11% auf 9.000 t zurück. Auch bei Spargel war die Produktion mit 1.900 t (-23%) deutlich rückläufig.
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Erneut ausgesprochen hohes Ertragsniveau bei Zwiebeln
In der Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten wurden um 4% mehr und zwar insgesamt 301.600 t geerntet. Bei Zwiebeln wurde, wie bereit 2009, ein ausgesprochen hohes Ertragsniveau erzielt. Mit 143.300 t stieg die Produktion von Sommerzwiebeln entsprechend der Flächenausweitung um 11%. Bei Grünerbsen hingegen ging die Fläche um 31% zurück, wodurch die Erntemenge trotz hoher Ertragslage um 21% auf 9.500 t sank. Karotten erzielten 85.600 t (+2%). Radieschen verzeichneten mit 5.900 t ein Minus von 6%.





