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Kälberverluste minimieren

In der Mutterkuhhaltung stellt das Kalb einen Großteil des Einkommens dar. Deshalb sollte darauf geachtet werden, die Kälberverluste so gering wie möglich zu halten.
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Um Kälberausfälle zu vermeiden, ist bereits in der Trockenstehzeit darauf zu achten, dass die Kühe nicht verfetten. Im Normalfall sollte eine Mutterkuh ohne Hilfe abkalben. Die Geburt sollte jedenfalls genau beobachtet werden. Hilfestellung sollte nur im Bedarfsfall geleistet werden. Wenn man zu früh eingreift, kann dies ein Problem hervorrufen, weil der Geburtsweg für die Geburt noch gar nicht richtig vorbereitet ist. Bei Schwergeburten neigen die Kälber zu Trinkschwäche, bei Normalgeburten sind sie vitaler.

Kälber werden ohne Schutzstoffe (Antikörper) geboren. Deshalb müssen sie schon in den ersten zwei Lebensstunden mit Biestmilch versorgt werden, weil die Antikörper in der Milch sehr schnell abnehmen. Der Nabel sollte desinfiziert und in weiterer Folge einige Tage regelmäßig auf Verdickung und Schmerzempfinden kontrolliert werden.

Hygiene bei der Geburt

Die häufigste Kälberkrankheit ist der Durchfall. Durchfall ist eine Faktorenkrankheit, die durch infektiöse (z. B. Viren, Bakterien) und nicht infektiöse (z. B. Hygiene und Immunstatus des Kalbes) Faktoren ausgelöst wird. Meist treten Durchfälle auf, wenn es bei der Biestmilchaufnahme, Geburtshygiene, Kälberhaltung oder Euterhygiene Mängel gibt. Deshalb ist besonders auf diese Bereiche zu achten, damit es im ersten Lebensmonat zu keinen Problemen kommt.
18.11.2010
Autor:Dietmar Grilz, LK Kärnten
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