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Köstinger: Nur wer wählt, bestimmt mit

Elisabeth Köstinger, Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft und frühere Bundesleiterin der Landjugend Österreich, kandidiert für das Europäische Parlament.
Köstinger: Die Stimme des ländlichen Raums. © Bauernjournal
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Köstinger: Die Stimme des ländlichen Raums. © Bauernjournal
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Köstinger: Die Stimme des ländlichen Raums. © Bauernjournal
Köstinger: Die Stimme des ländlichen Raums. © Bauernjournal
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Die 30 Jahre junge Kärntnerin stammt aus St. Paul im Lavanttal, wo ihre Eltern einen Biobetrieb bewirtschaften. Nach mehrjähriger Berufstätigkeit startete sie 2003 an der Universität Klagenfurt das Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften, vor dessen Abschluss sie steht. Das „BauernJournal“ sprach mit der Kandidatin über ihre Pläne und Vorhaben.

Ein kurzes Porträt zeigt, dass Köstinger bereits über enorme Erfahrung im öffentlichen Leben verfügt: Köstingers Funktionärslaufbahn begann nämlich schon im Alter von 15 Jahren als Leiterin der Landjugend-Ortsgruppe Granitztal. Nach der Bezirksleitung Wolfsberg und der Landesleitung in Kärnten hatte sie zwischen 2002 und 2006 das Amt der Bundesleiterin der Landjugend Österreich inne. In dieser Zeit vertrat sie zudem die Anliegen der heimischen Landjugendlichen auf EU-Ebene und lernte so die europäischen Mechanismen von innen kennen. Nach vier erfolgreichen Jahren in der Landjugend wechselte sie schließlich als Bundesobfrau an die Spitze der Österreichischen Jungbauernschaft.

Schierhuber für Köstinger

Die Zukunft der Landwirtschaft, Perspektiven für die Jugend, mehr Sicherheit und besseres Klima durch mehr nachwachsende Rohstoffe und Energie und gesündere Ernährung nennt sie im Stakkato als Schwerpunkte ihrer künftigen Tätigkeit, sollte sie den Einzug in das Europäische Parlament schaffen. Ein von ihrer Vorgängerin und Mentorin Agnes Schierhuber gegründetes Personenkomitee soll hier den nötigen Schub bringen (www.wir-mit-elisabeth-koestinger.at).

Stimme der Jugend in EU

Warum aber sollen junge Menschen vom Land überhaupt zur EU-Wahl gehen? Köstinger ohne Zögern: „Nur wer wählt, kann in Brüssel mitbestimmen. Die EU hat in so vielen Lebensbereichen, nicht nur in der Land- und Forstwirtschaft, Einfluss, da wäre es geradezu fahrlässig, auf das Mitbestimmungsrecht zu verzichten.“
Sie will die jungen Menschen und ihre Anliegen nicht nur ernst nehmen, sondern diese in ihrer neuen Funktion auch nach Kräften vertreten: „In Gesprächen mit der Jugend hört man immer wieder im resignativen Unterton, dass die Anliegen junger Menschen ohnehin auf taube Ohren stoßen würden. Das will ich ändern. Ich bin die Stimme der Jugend in Europa.“ Und die Jugend braucht jede Stimme: Selbst im EU-Parlament sind nur 22 von 785 Abgeordneten unter 35 Jahre alt.
Köstinger mit LK-Österreich-Vorsitzendem Wlokowski und Generalsekretär Astl © Bauernjournal
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Köstinger mit LK-Österreich-Vorsitzendem Wlokowski und Generalsekretär Astl © Bauernjournal
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Köstinger mit LK-Österreich-Vorsitzendem Wlokowski und Generalsekretär Astl © Bauernjournal
Köstinger mit LK-Österreich-Vorsitzendem Wlokowski und Generalsekretär Astl © Bauernjournal
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Doch nicht nur um die Anliegen der bäuerlichen Bevölkerung („Ich komme aus einem Bauernhaus und kenne daher die Probleme, Anliegen und Wünsche der Bäuerinnen und Bauern. Und außerdem werde ich von hochrangigen Experten aus dem Ministerium und der bäuerlichen Interessenvertretung unterstützt.“) und der Jugend, um die sie aus eigener Anschauung weiß, auch um jene der Frauen will sie sich besonders kümmern: „Es muss gelingen, der Stellenwert der Frauen im ländlichen Raum insgesamt zu stärken. Wo ich kann, werde ich dazu das meinige beitragen.“

EU-Parlament: Mehr Infos

Und wie erfahren die Österreicher von ihren Leistungen auf europäischer Ebene? Hier will Köstinger die Möglichkeiten, die ihr Internet, Newsletter per E-Mail oder sonstige neue Medien bieten, nutzen: „Ich will die Kommunikation in beide Richtungen intensiv pflegen. Einerseits trage ich die Anliegen meiner Landsleute nach Brüssel, Strassburg oder Luxemburg (Anm. d. Red.: Tagungsorte des Europäischen Parlaments), andererseits will ich mindestens ebenso viel an Informationen nach Österreich zurückbringen.“ Und dabei wartet sie nicht den 7. Juni, den Wahlsonntag, ab. Sofort nach ihrer Nominierung tourte Elisabeth Köstinger durch Österreich und sammelte jene Wünsche ein, die sie in ihrem europäischen Rucksack ins „Hohe Haus“ der EU transportieren will. Dabei unterscheidet sie nicht nach Jung oder Alt, Mann oder Frau, Bauer oder Arbeiter. Ihr Credo: „Wenn man für die Interessen des ländlichen Raumes kämpfen will, dann sollte die Parteipolitik keine vorrangige Rolle spielen. Denn die Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten in erster Linie ihr Land und seine Menschen. Ich habe mir fest vorgenommen, das genau so zu halten.“
11.05.2009
Autor:Dr. Josef Siffert
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