Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger und Landesbäuerin Resi Schiffmann touren im heurigen Sommer gemeinsam durch alle Bezirke Tirols, um ihren Mitgliedern auf den landwirtschaftlichen Betrieben einen Besuch abzustatten. Anlässlich des 50-Jahr-Jubliläums der Tiroler Bäuerinnenorganisation (TBO) wird heuer einerseits besonderes Augenmerk auf landwirtschaftliche Betriebe mit beispielgebenden und innovativen Betriebsführerinnen gelegt, andererseits ist 2012 auch das Internationale Jahr der Genossenschaften. Somit werden auch interessante Betriebe mit genossenschaftlichem Hintergrund besichtigt. Beeindruckt zeigen sich Josef Hechenberger und Resi Schiffmann von der Innovationskraft und dem wirtschaftlichen Geschick jedes einzelnen Betriebes, trotz der teils schwierigen Bedingungen.
Landwirtschaft im Bezirk Kufstein – im Zeichen der Bäuerin
LK-Präsident und Landesbäuerin besuchen Bezirk Kufstein im Jubiläumsjahr der Tiroler Bäuerinnenorganisation.
Bäuerinnen sind Unternehmerinnen am Hof
„Auf meinen Besuchen konnte ich mir ein Bild von der Vielfältigkeit der Tiroler Betriebe, ihren tüchtigen Betriebsführerinnen sowie der Vielfalt unserer genossenschaftlich organisierten Betriebe machen“, skizziert LK-Präsident Josef Hechenberger.
„Gerade die Rolle der Bäuerin in den bäuerlichen Familienbetrieben ist unbestritten und vielseitig. In der Öffentlichkeit wird oftmals das „schöne Leben“ mit toller Aussicht gesehen. Dass das Leben und vor allem Arbeiten im Berggebiet sehr hart ist, wird vielfach übersehen. Diese Bäuerinnen müssen sich organisieren, Netzwerke knüpfen und versuchen, sich gegenseitig auszuhelfen. Anders würde diese Arbeits- und Lebenswelt nicht funktionieren“, so Hechenberger, und weiter: „Gerade bei der Mahd stehen entweder Handarbeit oder Maschineneinsatz unter gefährlichen Bedingungen an der Tagesordnung. Diese Höfe wirtschaften teuer, eine Alternative gibt es nicht. Denn auch eine Betriebserweiterung kommt nicht in Frage, denn diesen Arbeitsaufwand könnten viele Familien nicht bewerkstelligen.“
Neben dem 50-Jahr-Jubiläum der Tiroler Bäuerinnenorganisation, soll durch den Besuch ausgesuchter genossenschaftlichen Betriebe in jedem Bezirk die Bedeutung dieser Zusammenschlüsse für die bäuerliche Welt hervorgehoben werden. Früher wie heute, helfen Genossenschaften wirtschaftliche Abhängigkeiten zu überwinden und zeigen, in welchen Bereichen sie erfolgreich tätig und gleichzeitig wichtige Arbeitgeber der Region sind.
„Gerade die Rolle der Bäuerin in den bäuerlichen Familienbetrieben ist unbestritten und vielseitig. In der Öffentlichkeit wird oftmals das „schöne Leben“ mit toller Aussicht gesehen. Dass das Leben und vor allem Arbeiten im Berggebiet sehr hart ist, wird vielfach übersehen. Diese Bäuerinnen müssen sich organisieren, Netzwerke knüpfen und versuchen, sich gegenseitig auszuhelfen. Anders würde diese Arbeits- und Lebenswelt nicht funktionieren“, so Hechenberger, und weiter: „Gerade bei der Mahd stehen entweder Handarbeit oder Maschineneinsatz unter gefährlichen Bedingungen an der Tagesordnung. Diese Höfe wirtschaften teuer, eine Alternative gibt es nicht. Denn auch eine Betriebserweiterung kommt nicht in Frage, denn diesen Arbeitsaufwand könnten viele Familien nicht bewerkstelligen.“
Neben dem 50-Jahr-Jubiläum der Tiroler Bäuerinnenorganisation, soll durch den Besuch ausgesuchter genossenschaftlichen Betriebe in jedem Bezirk die Bedeutung dieser Zusammenschlüsse für die bäuerliche Welt hervorgehoben werden. Früher wie heute, helfen Genossenschaften wirtschaftliche Abhängigkeiten zu überwinden und zeigen, in welchen Bereichen sie erfolgreich tätig und gleichzeitig wichtige Arbeitgeber der Region sind.
„Miteinander zum Erfolg“ – das TBO-Jahresmotto
Die Tiroler Bäuerinnenorganisation ist mit rund 18.500 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Land.
„Es freut mich ganz besonders, dass sich Karin, Maria, Patricia und Susanne für uns Zeit genommen haben, uns ihre Anliegen zu schildern – und dies trotzdem die Arbeit draußen bereits auf sie wartet. Sie zeigen uns und der Öffentlichkeit, wie vielfältig die Gesichter der Tiroler Bäuerinnen sind. Doch wenn sie über ihren Beruf sprechen, leuchten die Augen und die täglichen Anstrengungen sind vergessen. Für uns als Bäuerinnenorganisation kam heute ganz klar zum Ausdruck, dass wir speziell jene Frauen, die als Neueinsteigerinnen auf die Höfe kommen, tatkräftig zur Seite stehen müssen. Wir haben heute auch bestätigt bekommen, wie wichtig die Netzwerke, das gegenseitige Helfen und Unterstützen ist“, erklärt die Tiroler Landesbäuerin Resi Schiffmann.
„Es freut mich ganz besonders, dass sich Karin, Maria, Patricia und Susanne für uns Zeit genommen haben, uns ihre Anliegen zu schildern – und dies trotzdem die Arbeit draußen bereits auf sie wartet. Sie zeigen uns und der Öffentlichkeit, wie vielfältig die Gesichter der Tiroler Bäuerinnen sind. Doch wenn sie über ihren Beruf sprechen, leuchten die Augen und die täglichen Anstrengungen sind vergessen. Für uns als Bäuerinnenorganisation kam heute ganz klar zum Ausdruck, dass wir speziell jene Frauen, die als Neueinsteigerinnen auf die Höfe kommen, tatkräftig zur Seite stehen müssen. Wir haben heute auch bestätigt bekommen, wie wichtig die Netzwerke, das gegenseitige Helfen und Unterstützen ist“, erklärt die Tiroler Landesbäuerin Resi Schiffmann.
Oberauer Sonnberg/Wildschönau
Der obere Teil des Oberauer Sonnberges zählt zu den extremsten landwirtschaftlichen Gebieten im Bezirk Kufstein. Die Bauernhöfe des Sonnbergs liegen auf ca. 1.300 Metern Seehöhe und sehen sich mit schwierigsten Arbeitsbedingungen konfrontiert. Der Berghöfekataster beträgt bei allen deutlich über 300 Punkte, was die Erschwernislage am besten ausdrückt. Es werden im Durchschnitt rund zehn Hektar Mähfläche, zuzüglich Weiden und Almen, bewirtschaftet. Der Hauptbetriebszweige sind Milchwirtschaft und Rinderhaltung mit rund 10 bis 20 Stück Vieh. Die Bäuerinnen Karin Haas, Maria Thaler, Patricia Wimmer und Susanne Seisl schildern wie sie ihre täglichen Aufgaben als Partnerin, Mutter, Haushaltsvorstand und Bäuerin erleben und meistern.
Auch wenn sie alle aus landwirtschaftsfremden Berufen, wie Zahnarztassistentin, Krankenschwester oder Volksschullehrerin kommen, so haben sie gelernt, in einem der extremsten landwirtschaftlichen Gebiete des Bezirkes ihr Leben und ihre Arbeit zu gestalten, zumal sie auch die Schlüsselpersonen auf ihren Höfen sind. Ihr Leben ist geprägt von harter körperlicher, manchmal gefährlicher Arbeit im Freien, dem Zusammenhalt ohne dem ein Bewirtschaften dieser Höfe nicht möglich wäre, der zeitweilige Einsamkeit am Berg sowie ihrer Strategien, sich Kontakte zu anderen Frauen über Beruf oder Weiterbildungsaktivitäten zu schaffen. Unterschiedlicher könnten die Hintergründe dieser vier Frauen nicht sein, dennoch verbindet sie alle die Liebe und der Stolz auf ihren Beruf – verbunden mit dem Wunsch, dass die Öffentlichkeit den Beruf „Bäuerin“ größere Wertschätzung entgegen bringt. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sie selber ihre persönliche Stärke auch in ihren erfüllenden Partnerschaften finden.
Sie sind sich die Stütze am Hof und in der Familie und die tragen diese Verantwortung mit Freude und Sorgfalt. Somit stehen Karin, Maria, Patricia und Susanne stellvertretend für viele Bäuerinnen in unserem Land, die Unwahrscheinliches leisten und ihren Beruf als Berufung erleben.
Auch wenn sie alle aus landwirtschaftsfremden Berufen, wie Zahnarztassistentin, Krankenschwester oder Volksschullehrerin kommen, so haben sie gelernt, in einem der extremsten landwirtschaftlichen Gebiete des Bezirkes ihr Leben und ihre Arbeit zu gestalten, zumal sie auch die Schlüsselpersonen auf ihren Höfen sind. Ihr Leben ist geprägt von harter körperlicher, manchmal gefährlicher Arbeit im Freien, dem Zusammenhalt ohne dem ein Bewirtschaften dieser Höfe nicht möglich wäre, der zeitweilige Einsamkeit am Berg sowie ihrer Strategien, sich Kontakte zu anderen Frauen über Beruf oder Weiterbildungsaktivitäten zu schaffen. Unterschiedlicher könnten die Hintergründe dieser vier Frauen nicht sein, dennoch verbindet sie alle die Liebe und der Stolz auf ihren Beruf – verbunden mit dem Wunsch, dass die Öffentlichkeit den Beruf „Bäuerin“ größere Wertschätzung entgegen bringt. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sie selber ihre persönliche Stärke auch in ihren erfüllenden Partnerschaften finden.
Sie sind sich die Stütze am Hof und in der Familie und die tragen diese Verantwortung mit Freude und Sorgfalt. Somit stehen Karin, Maria, Patricia und Susanne stellvertretend für viele Bäuerinnen in unserem Land, die Unwahrscheinliches leisten und ihren Beruf als Berufung erleben.
Zahlen und Daten - Landwirtschaft im Bezirk Kufstein
- 1.650 Betriebe werden aktiv bewirtschaftet, zuzüglich 120 Gemeinschaftsalmen und 290 Privatalmen
- Durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 11,3 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, durchschnittliche Almfutterfläche 34 Hektar
- 46 Prozent Vollerwerbsbetriebe, 43 Prozent Nebenerwerbsbetriebe, 11 Prozent Zuerwerbsbetriebe
- 42.371 Hektar landwirtschaftliche genutzte Fläche (1.510 Hektar Acker, 16.624 ha Grünland, 4 Hektar Sonderkulturen, 24.233 Hektar Almen), 55.610 Hektar forstwirtschaftlich genutzte Fläche
- Viehzahlen: 36.163 Rinder, 1.758 Schweine, 14.556 Geflügel, 731 Pferde, 2.706 Schafe, 1.277 Ziegen
- Tourismus: rund 450 Betriebe (35 Prozent) vermieten Gästezimmer und auch Ferienwohnungen, davon sind rund 50 Betriebe Mitglied bei Urlaub am Bauernhof
Foto 1 – erzählten am Brentnhof am Oberauer Sonnberg von den schönen und den Schattenseiten ihres Lebens als Bäuerin: v. l.: Maria Thaler, Karin Haas, Ök.-Rätin Resi Schiffmann (LK-Vizepräsidentin, Tiroler Landesbäuerin), Patricia Wimmer, Susanne Seisl mit LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger;
Foto 2 – anlässlich des Internationalen Jahres der Genossenschaften durfte ein Besuch bei Tirols größtem Milchverarbeitungsbetrieb - der Tirol Milch in Wörgl - nicht fehlen: v. l.: Margreth Osl (Bezirksbäuerin Kufstein), Dipl.-Ing. Richard Norz (Kammerdirektor), Ing. Josef Hechenberger (LK-Präsident), Stefan Lindner (Obmann Tirol Milch), Ök.-Rätin Resi Schiffmann (LK-Vizepräsidentin, Tiroler Landesbäuerin), Johann Gwiggner (Obmann Bezirkslandwirtschaftskammer Kufstein);
Bildautor jeweils: LK Tirol/Anita Scheibmayr



