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Als letzte Möglichkeit lassen sich problematische Wurzelunkräuter wie beispielsweise Quecken, Disteln und Winden, nach der Getreideernte gut und effizient bekämpfen. Um eine ausreichende Wirkstoffaufnahme zu erzielen, sollten die Stoppeln ohne Bearbeitung stehen bleiben, damit die Unkräuter aufnahmefähige Blattmasse bilden können. Winden sollten 30 bis 50 Zentimeter lange neue Triebe (Blühbeginn) gebildet haben, die Quecke vier bis fünf frisch gebildete Blätter beziehungsweise rund 20 Zentimeter hoch sein und die Disteln aufgestängelt haben (25 bis 30 Zentimeter). Zur Winden-Bekämpfung kann auf die Getreidestoppeln beispielsweise Starane XL (1,8 l/ha) eingesetzt werden (deutsche Zulassung, daher deutsche Anwendungsbestimmungen!). Starane XL besitzt auch eine Wirkung gegen Ampfer. Glyphosat haltige Produkte wie Clinic, Glyfos, Glyphogan usw. wirken breiter, auch gegen Wurzelunkräuter. Ein Netzmittelzusatz wird empfohlen. Zum Zeitpunkt der Applikation sollten wüchsige Bedingungen gegeben sein. Nicht bei extremer Hitze oder Trockenheit spritzen, da nehmen die Pflanzen kaum Wirkstoff auf. Mit der anschließenden Bodenbearbeitung sollte zugewartet werden, bis die Pflanzen vergilben (mindestens sieben bis zehn Tage). Besonders in Ambrosie-Gebieten ist eine mechanische Bekämpfung nach der Getreideernte (mit Grubber oder Scheibenegge) nicht immer ausreichend. Der Einsatz von Glyphosat-Herbiziden wäre hier zielführender, damit dieses Allergieunkraut nicht zur Blüten- und Samenbildung gelangt.

